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Payment-Trends 2026 – Welche Zahlarten deine Kunden erwarten

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Payment-Trends 2026 – Welche Zahlarten deine Kunden erwarten
13. April 2026

BNPL, Wallets, Wero: Was sich bei den Zahlungsarten ändert und was du jetzt tun solltest.

Hand aufs Herz: Wann hast du zuletzt geprüft, welche Zahlungsarten du in deinem Shop anbietest? Falls die Antwort "schon länger her" ist – jetzt wäre ein guter Zeitpunkt. Denn bei den Payment-Trends tut sich gerade einiges.

Die Zahlen: So bezahlt Deutschland online

Die aktuellen Zahlen der EHI-Studie "Online-Payment 2025" zeigen ein klares Bild:

  • PayPal bleibt mit 28,5% die Nummer 1 im deutschen Online-Handel
  • Rechnungskauf liegt mit 26,6% knapp dahinter – Kunden lieben die Sicherheit
  • Lastschrift hält sich stabil bei 17,3%
  • Kreditkarte wächst leicht auf 12,3%
  • BNPL/Ratenzahlung verdoppelt sich – aktuell bei 4,3%, Tendenz stark steigend

Die wichtigste Erkenntnis: Deutsche Kunden erwarten Flexibilität. Wer nur zwei oder drei Zahlungsarten anbietet, verliert Warenkörbe.

Digital Wallets: Apple Pay, Google Pay und der neue Player Wero

Digital Wallets werden 2026 zum Standard. Laut aktuellen Prognosen werden sie bis 2030 rund 65% aller E-Commerce-Zahlungen weltweit ausmachen. Auch in Deutschland planen fast 47% der Händler, Apple Pay einzuführen, und 36% wollen Google Pay anbieten.

Spannend wird es mit Wero – der neuen europäischen Bezahl-Wallet. Seit November 2025 ist Wero im deutschen Online-Handel aktiv. Erste große Händler wie Eventim, Lidl, Rossmann, Hornbach und Zooplus sind dabei oder starten in Kürze. 46 Millionen Nutzer hat Wero europaweit bereits, davon etwa 3 Millionen in Deutschland.

Das Ziel: Bis Ende 2026 sollen rund 50 der Top-100-Händler Wero akzeptieren. Für kleinere Shops ist Wero über die gängigen Payment Service Provider (PSPs) wie PAYONE oder VR Payment integrierbar – der Aufwand hält sich in Grenzen.

BNPL: Wachstum und neue Spielregeln

Buy Now, Pay Later ist der Zahlungstrend mit dem stärksten Wachstum. Der globale BNPL-Markt wächst 2026 um über 34% auf 12,8 Milliarden Dollar. In Deutschland nutzen bereits 20% der 18- bis 60-Jährigen BNPL beim Online-Shopping – bei Kleidung sogar 55%.

Die großen Anbieter für deinen Shop:

  • Klarna – Marktführer in Deutschland, bietet Rechnungskauf, Ratenzahlung bis 12 Monate und Sofortüberweisung
  • PayPal Ratenzahlung – Für Einkäufe bis 1.000 Euro, direkt im PayPal-Checkout
  • Ratepay – Beliebt bei größeren deutschen Shops, White-Label-Lösung

Wichtig – neue Regulierung ab November 2026: Die EU verschärft die Regeln für BNPL-Anbieter. Ab dann gilt:

  • Bonitätsprüfung wird Pflicht – bei jedem BNPL-Kauf, unabhängig vom Betrag
  • Anbieter müssen ein standardisiertes Informationsblatt bereitstellen (Jahreszins, Gesamtkosten, Folgen bei Zahlungsverzug)
  • Das gilt für Rechnungskäufe, Ratenzahlungen und Monatsabrechnungen gleichermaßen

Für dich als Händler bedeutet das: Die Conversion bei BNPL könnte leicht sinken, weil mehr Kunden die Bonitätsprüfung nicht bestehen. Gleichzeitig sinkt aber auch das Ausfallrisiko. Insgesamt wird BNPL dadurch seriöser – was langfristig gut ist.

Was du konkret tun kannst

Sofort prüfen:

  • Welche Zahlungsarten bietest du aktuell an? Fehlen Wallets oder BNPL?
  • Wie sieht dein Checkout auf dem Smartphone aus? Wallets funktionieren mobil am besten
  • Prüfe deine Abbruchrate im Checkout – fehlende Zahlungsarten sind ein Hauptgrund

Kurzfristig umsetzen:

  • Aktiviere Apple Pay und Google Pay über deinen Payment-Anbieter – oft reicht ein Klick in den Einstellungen
  • Biete mindestens eine BNPL-Option an (Klarna oder PayPal Ratenzahlung sind schnell integriert)
  • Informiere dich bei deinem PSP über Wero – die Integration lohnt sich perspektivisch

Tipp für kleine Shops: Du musst nicht alles auf einmal umsetzen. Starte mit den Zahlungsarten, die deine Zielgruppe erwartet. Ein junges Publikum will Wallets und BNPL. Ein älteres Publikum schätzt Rechnungskauf und Lastschrift. Schau in deine Checkout-Daten – sie verraten dir, was fehlt.